Postoperative Schmerztherapie

Einen hohen Stellenwert haben die Schmerzblockaden in der postoperativen Schmerztherapie. Dabei werden vor Einleitung der Narkose Nervenblockaden durchgeführt, die noch lange Zeit über das Ende der Operation hinaus nachwirken und damit eine sehr gute Schmerztherapie ermöglichen. Große Erfahrung besteht bei der Anwendung von Katheterverfahren. Mittels tragbarer Pumpsysteme werden Lokalanästhestika in das Zielgebiet gebracht. Die schmerzlindernde Wirkung wird somit über mehrere Tage aufrechterhalten. Alle Patienten sowie die Kollegen aus den operativen Fächern und die Physiotherapeuten schätzen die Vorteile der schmerzfreien Beweglichkeit eines operierten Kniegelenkes zur raschen Mobilisation der Patienten sehr.

Schmerzambulanz

Schmerztherapie

Unsere Sprechstunde ist ein Angebot für Patienten mit chronischen Schmerzen, die trotz Behandlung der Grundkrankheit weiter bestehen.
Wir möchten auf ganzheitliche Art, zusammen mit Ihnen und durch interdisziplinäre Zusammenarbeit mit Ihrem Hausarzt und den anderen Abteilungen unseres Krankenhauses, eine Besserung Ihrer Beschwerden erzielen.

Wie bekomme ich einen Termin in der Schmerzambulanz?

Bitte melden Sie sich telefonisch in unserer Ambulanz an. Wir senden Ihnen dann einen Patientenfragebogen zu. Bei Notfällen, wie z. B. der sympathische Reflexdystrophie, bzw. Morbus Sudeck, bitten wir um Kontaktaufnahme durch Ihren Arzt. Sie brauchen eine Überweisung von Ihrem Orthopäden, Chirurgen, Neurologen oder von einem der Chefärzte der OKM.

Diese Schmerzformen werden von uns behandelt:

  • Schmerzen des Bewegungsapparates
  • Rückenschmerzen
  • Polyneuropathien
  • Neuralgien
  • Phantomschmerzen
  • Schmerzen bei sympathischer Reflexdystrophie (M. Sudeck)

Folgende therapeutische Verfahren werden angeboten:

  • Medikamentöse Therapie
  • Therapeutische Lokal- und Leitungsanästhesie
  • Akupunktur
  • Sympathikusblockaden
  • Transkutane elektrische Nervenstimulation (TENS)
  • Betreuung von Pumpen und Ports
  • Psychologische Verfahren (stationär)

 

Schmerzkonferenz

Einmal im Monat findet eine interdisziplinäre Schmerzkonferenz mit Patientenvorstellung statt. Hier haben alle Kollegen aus Klinik und Praxis die Möglichkeit, eigene Patienten einem interdisziplinären Kreis von Ärzten und Psychologen vorzustellen.

Konservative Orthopädie und multimodale Schmerztherapie

Unter dem Dach des Wirbelsäulenzentrums in der Orthopädischen Klinik Markgröningen wurde eine neue Station für Konservative Orthopädie und Multimodale Schmerztherapie eröffnet. Ein interdisziplinäres Team aus Fachärzten für Orthopädie, Schmerztherapie, Physikalische und Rehabilitative Medizin sowie Psychologen, Physio-, Ergo- und Sporttherapeuten sowie speziell qualifizierten Pflegekräften bietet ein komplexes nicht operatives Behandlungskonzept orthopädischer Erkrankungen an.

Das Angebot umfasst eine intensivierte Therapie zur Verbesserungen der Funktion des Bewegungssystems, wenn ambulante Therapiemöglichkeiten erschöpft sind, bzw. eine operative Behandlung nicht indiziert ist. Bei Bedarf kann die erforderliche Diagnostik durchgeführt werden.

Unser Behandlungsspektrum umfasst insbesondere die Therapie bei:

  • Degenerativen Erkrankungen der Wirbelsäule und der Gelenke
  • Funktionelle Störungen des Bewegungssystems
  • Strukturelle Aufbaustörungen des Skelettsystems
  • chronischer Schmerzerkrankung bei orthopädischen Grunderkrankungen.

Einen besonderen Schwerpunkt bildet die multimodale Behandlung von Patienten mit chronischen Schmerzen. Dieser Therapieansatz versucht, in einem ganzheitlichen Ansatz sämtliche Facetten der Schmerzentstehung und seiner Symptome zu behandeln und wurde zur Stabilisierung des Behandlungserfolges speziell dieser Patienten entwickelt. Es werden Strategien der Schmerzbewältigung vermittelt, um Lebensqualität und Aktivität zu verbessern. Wichtig für berufstätige Patienten ist die Erhaltung oder Wiedergewinnung der Arbeitsfähigkeit. Multimodale Programme erfordern eine aktive Mitarbeit und eine hohe Motivation des Patienten. Sie gelten heute als Goldstandard in der Therapie chronischer Schmerzen.

Die Inhalte einer multimodalen Behandlung sind u. a.:
Medizinische Behandlung:

  • Medikamentöse Schmerztherapie
  • Interventionelle Schmerzdiagnostik und Schmerztherapie
  • Behandlung von Schmerzmittelfehlgebrauch/ Entzugsbehandlung
  • Manuelle Medizin/Chirotherapie
  • Naturheilverfahren
  • Physikalische Therapie
  • Spezielle Physiotherapie
  • Ergotherapie
  • Sporttherapie

Psychologische Behandlung:

  • Informationsgruppen rund um den chronischen Schmerz
  • Stressbewältigungstraining
  • Biofeedback
  • Erlernen von Entspannungsverfahren
  • Training sozialer Kompetenz Erlernen neuer Schmerzbewältigungsstrategien (Aufmerksamkeitsfokussierung, Imagination, Selbstinstruktion)
  • Psychoedukative Verfahren zum Schmerzverständnis

Soziale Maßnahmen:

  • Sozial- und ggf. Rentenberatung
Konservative Orthopädie

Sektionsleitung Schmerztherapie

Dr. med. Carola Maitra

Dr. med. Carola Maitra
Tel. 07145-91-53320
Fax 07145-91-53329

Schmerzambulanz
Mo - Fr 08:30 - 12:00 Uhr

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