Ist die Refixation eines gerissenen Meniskus nicht mehr möglich und es resultiert ein großer Substanzverlust, besteht die Möglichkeit, verlorenes Gewebe durch ein bindegewebiges Implantat zu ersetzen. Das Implantat stellt eine netzartige dreidimensionale Leitstruktur dar, in die körpereigene Zellen einwandern können, um so neue Meniskus-Substanz zu gewinnen. Insbesondere im Bereich des Außenmeniskus führt Verlust großer Meniskus-Anteile relativ schnell zu ausgeprägten Knorpelschäden (Arthrose), so dass hier das Haupteinsatzgebiet des Kollagen-Implantates liegt.

bindegewebiges Implantat
bindegewebiges Implantat

OP-Indikation

  • Verlust großer Anteile von Innen- oder Außenmeniskus
  • Keine 4° Knorpelschäden
  • Gerade Beinachse
  • Keine Instabilität
Substanzverlust
Substanzverlust

OP-Technik

cmi-op-2

Über einen kleinen Schnitt wird der zuvor ausgemessene Kollagen-Meniskus in das Kniegelenk eingebracht.

cmi-op-3

Mithilfe spezieller Nahtsysteme wird er zirkulär an der verbliebenen Meniskus-Basis fixiert. 

Nachbehandlung

Nach der Operation kann direkt mit Krankengymnastik begonnen werden. Teilbelastung sollte für 8 Wochen eingehalten werden. Als Schutz vor Rotationsbewegungen wird für 6 Wochen eine IPOMAX-Orthese verordnet, so dass in der wichtigen Einheilphase unnötige Scherkräfte auf das Implantat minimiert werden können.

Ergometer-Training kann 3 Monate nach der Operation begonnen werden. Volle Belastbarkeit besteht nach einem Jahr.

Implantation eines Meniskus-Implantates