Eine Rückenmarkverletzung ist häufig die Folge eines Unfalls (z. B. Sportverletzung, Verkehrsunfall, Arbeitsunfall). Sie kann jedoch auch durch eine Erkrankung hervorgerufen werden (z.B. Polio, Spina bifida, Friedreich-Ataxie) oder durch Operationskomplikationen. In unserem Zentrum für Rückenmarkverletzungen haben wir die Möglichkeit sowohl akute Fälle und Komplikationen aufzunehmen und zu behandeln, als auch Reha-Behandlungen und eine lebenslange Nachsorge durchzuführen.

Akutversorgung

Bei Patienten mit einer traumatisch bedingten Querschnittlähmung können wir alle modernen Diagnoseverfahren, wie Röntgen, CT, Spiral-CT, MRT, Sonographie, anwenden. Notwendige operative Maßnahmen, z. B. Stabilisierungsmaßnahmen bei Wirbelfrakturen von C0 bis L5/S1, werden so schnell wie möglich durchgeführt.

Querschnittspezifische Rehabilitationsbehandlung

Querschnittgelähmte Patienten werden durch spezialisierte Ärzte in enger Zusammenarbeit mit Physiotherapeuten, Krankengymnasten und Ergotherapeuten, Psychologen, Sozialarbeitern und einem erfahrenen Pflegeteam betreut.

Spezielle Lagerungsverfahren zur Vorbeugung von Dekubitalgeschwüren, Thrombose sowie Pneumonieprophylaxe, die frühzeitige notwendige Hilfsmittelversorgung ( durch unsere Fachkräfte aus der ORTEMA), Ergotherapie und die Organisation der weiteren häuslichen Versorgung durch unseren Sozialdienst ermöglichen rasch eine Reintegration des Patienten zurück in das persönliche Umfeld.
Die Behandlung querschnittspezifischer Komplikationen, wie Druckgeschwüre, Schmerzen und Kontrakturen, Störungen der harnableitenden Organsysteme, Spastik und auch sturzbedingte Extremitätsfrakturen, werden in unserem Zentrum für Rückenmarkverletzungen in Zusammenarbeit mit Urologen und Unfallchirurgen durchgeführt und koordiniert.

Es gibt auch die Möglichkeit der stationären Aufnahme in Intervallen zur Nachsorge mit intensiver physiotherapeutischer Behandlung.