Die Wirbelsäule erstreckt sich von den Kopf-Hals-Gelenken am oberen Ende bis hin zu den Iliosakralfugen (Kreuzbein-Darmbein-Gelenk) am Übergang zum Becken. Sie wird eingeteilt in Hals-, Brust- und Lendenwirbelsäule, auch das anschließende Kreuzbein sowie die Wirbel des sogenannten Steißbeines gehören dazu. Das Spektrum der Erkrankungen an der Wirbelsäule reicht von Verletzungen bei Unfällen über Verschleißerkrankungen bis hin zu Entzündungen und Tumorleiden. Übliche Behandlungsmöglichkeiten sind konservative Maßnahmen mit Medikamentengabe, Stützkorsett und Krankengymnastik. Zuletzt sind einfache bis komplexe operative Verfahren möglich. Diese wurden in den letzten zwei Jahrzehnten kontinuierlich erweitert und verbessert. Bevorzugt werden zum einen möglichst gering invasive Techniken durch Verwendung von OP-Mikroskopen, Endoskopen, perkutanen Techniken bei gleichzeitig möglichst stabiler Versorgung über kombinierte vordere und hintere Zugänge zur Wirbelsäule. Zum anderen wird ein weitgehender Funktionserhalt angestrebt, beispielsweise durch Implantation moderner Bandscheibenprothesen.